Stationen aus der Geschichte der NaturFreunde

1895 Gründung des Touristenvereins Die Naturfreunde“ in Wien. Der Lehrer Schmiedl, ein überzeugter Sozialist, will den Arbeitern helfen und führt sie hinaus in die Natur. Er legt den Grundstein, aus dem eine internationale Freizeit- und Kulturorganisation der Arbeiterbewegung entsteht.

1897 Erstes Erscheinen der Vereinszeitschrift "Der NATURFREUND".

1905 Gründung der ersten deutschen Naturfreunde-Ortsgruppen in München.

1906 Der Verein beginnt einen gezielten Kampf gegen die private Verfügung über die Natur, der über Jahre andauert.

1908 Gründung der Ortsgruppe Rosenheim.

1914 Beginn des ersten Weltkrieges.

1918 Aufgrund des Artikels "Eine traurige Bilanz", der ein Nachruf für die vielen im Krieg gefallenen Vereinsmitglieder ist, wird die Vereinszeitschrift "Naturfreund" in Deutschland verboten.

1919 In Bayern entstehen die ersten Jugendgruppen. Die Mitgliederzahl der Naturfreunde steigt sprunghaft an: Von 26000 im Jahre 1918 auf fast 46 000; 1922 sind es bereits 159 000

1921 Erste Zusammenkunft aller deutschen Naturfreunde in Eisenach und Eröffnung einer gemeinsamen Geschäftsstelle der deutschen Naturfreunde in Nürnberg.

1926 Die Naturfreundebewegung hat sich weit über Europa verbreitet.

1928 Eröffnung der Breitenberghütte mit zwei Schlafräumen, Aufenthaltsraum, Küche, Toiletten und Waschraum zum 20 jährigen Bestehen der Ortsgruppe.

1933 Die deutsche Naturfreunde-Bewegung wird von den Nationalsozialisten verboten, die NATURFEUNDE-Häuser beschlagnahmt. Die Funktionäre werden verhaftet. Auch die Breitenberghütte wird durch den bayerischen Staat beschlagnahmt und an die Wehrmacht verkauft.

1939 Nach Beginn des 2. Weltkrieges werden alle europäischen Naturfreunde-Vereinigungen, mit Ausnahme der Schweizer Landesorganisation, zerschlagen.

1945 In Immenstadt gründet sich die erste Ortsgruppe nach dem 2. Weltkrieg neu.

1946 Erlaubnis für die wiedergegründeten Naturfreunde Rosenheim die Breitenberghütte in Verwaltung zu nehmen.

1950 Rückübereignung der Breitenberghütte vom bayerischen Staat an die Naturfreunde Ortsgruppe Rosenheim.

1961 Die Naturfreunde und die Naturfreunde-Jugend beteiligen sich an den Ostermärschen der AtomwaffengegnerInnen und setzen sich für einen schonenden Umgang mit der Natur ein.

1966 Erstes Bundestreffen der deutschen NaturFreunde in Konstanz

1989 Zum ersten Mal proklamiert die Naturfreunde-Internationale die „Landschaft des Jahres“ (Lebensraum Bodensee). Seither erhält alle zwei Jahre eine andere Region mit internationaler Bedeutung diese Auszeichnung.

1990 Wiedervereinigung Deutschlands. In der ehemaligen DDR waren die Naturfreunde nicht zugelassen und die Naturfreunde-Häuser waren zu Jugendherbergen und Freizeitheimen umfunktioniert worden. In den "neuen" Ländern gründen sich erste Ortsgruppen, die Naturfreunde-Häuser werden an den Verein zurückgeführt.

1995 100 Jahre Naturfreunde - 90 Jahre NaturFreunde in Deutschland! 6000 Naturfreunde aus ganz Europa feiern in Wien die Gründung der Bewegung.

2001 Neubau eines Gastraumes der Breitenberghütte.

Die NaturFreunde heute

Mit rund 600.000 Mitgliedern in ca. 3500 Gruppen zählen die NaturFreunde weltweit zu den größten nicht gewinnorientierten Organisationen umweltbewußter Freizeit-, Sport- und Bildungsmöglichkeiten.

Die NaturFreunde verfügen über mehr als 1000 Naturfreundehäuser in Europa und Übersee.

 

Copyright © NaturFreunde Rosenheim